Von der Natur lernen: Bionik-Vorträge und Experimente für die Sechstklässler

Landau. Anfang Dezember erhielten die fünf sechsten Klassen an der Viktor-Karell-Realschule einen interessanten Einblick in ein spannendes Arbeitsgebiet der Naturwissenschaft. Studierende der Technischen Hochschule Deggendorf informierten die Schülerinnen und Schüler über das Thema Bionik und führten anschließend in den Physik- und Chemiesälen einige beeindruckende Experimente dazu durch.

Eva, Jonas und Jessica von der TH erklärten den Schülerinnen und Schülern zunächst den Begriff „Bionik“, der aus den zwei Teilen „bio“ für „Leben“ und „nik“ von „Technik“ zusammengesetzt ist. Es geht also bei „Bionik“ darum, dass man sich Vorbilder aus der Natur bei Tieren und Pflanzen nimmt, um neue Lösungen für technische Probleme zu finden.

Im praktischen Teil wurden die Sechstklässler in Kleingruppen selbst aktiv. So stellten sie z. B. durch Messungen im Wasserbecken fest, dass sich ein spindelförmiges Holzstück – dessen Form einem Fisch ähnelt – am schnellsten bewegt.

Bei der Untersuchung einer getrockneten Klettenpflanze unter der Lupe zeigten sich an den Stacheln sehr kleine Widerhaken, die an weichen Oberflächen hängen bleiben. Aufgrund dieses Vorbilds wurde der Klettverschluss erfunden.

Ein weiterer Versuch überraschte alle: Auf einem mit Ruß geschwärzten Objektträger perlten die Wassertropfen schnell und rückstandslos ab. So unglaublich „sauber“ ist Ruß, weil es den sogenannten Nano-Effekt, den man sich heute schon bei vielen Oberflächen zu Nutze macht, gibt.

Mit jungen Wissenschaftlern als Referenten und Experimenten, die Spaß machen und Rätsel aufgeben, kann die Realschule Landau – mehrfach als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet – die Begeisterung für MINT-Fächer (Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaft und Technik) erfolgreich wecken und vielleicht dadurch bei interessierten Mädchen und Jungen die Weichen für die spätere Berufswahl stellen.

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